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Vortrag "Zentralisierung einer Marktforschungsabteilung". Zürich, 18. September 2007

Der Schweizer Dachverband für Marktforschung und Konkurrenzanalyse "Swiss Competitive Intelligence Alliance (SCIA)" - swisscia.org lud mich ein, einen Vortrag zu halten, der auf einer Fallstudie beruht, die ich zu verschiedenen Anlässen in Europa und Nordamerika vorstellen werde.

Basierend auf meiner Verantwortung für Marktforschung und Konkurrenzanalyse bei Ciba in Basel verfasste ich zudem ein Kapitel des SCIP Buches "Starting a Competitive Intelligence Function" (Erscheint Anfang 2008) mit dem Titel "Harmonizing Competitive Intelligence in a Traditional Industry Corporation".

Der Vortrag "Zentralisierung einer Marktforschungsabteilung" wurde von mir in englischer Sprache gehalten. Im Auditorium fanden sich Marktforscher der führenden Schweizer Grossunternehmen: Clariant, Holcim, Jet Aviation, Nestlé, Phonak, Siemens, Syngenta, Swiss Life und viele andere.

Mein Vorredner, Markko Vaarnas, CEO Novintel OY und GIA - Global Intelligence Alliance, mit dem ich am Vorabend eine äusserst interessante Dinner Diskussion über den Status Quo der Europäischen Marktforschungsindustrie führen durfte, trat den Beweis an, dass Marktforscher ohne marktorientierte Verbindung von Technologie und Analyseservice global schlecht ausgestattet sind.

Im Laufe meines Vortrages und vor allem während der anschliessenden Apero Diskussionen wurde wiederum klar, dass sich unsere Profession in Europe doch noch in einem recht frühen Entwicklungsstadium befindet.

Der Wille und Enthusiasmus allerdings schienen deutlich durch wobei bemerkenswert ist, dass vor allem Schweizer Firmen klar in drei Gruppen aufzuteilen sind:
- KMU's mit keinem bis rudimentärem Interesse an Marktforschung
- Mittlere bis grosse Unternehmen die sich mit der Thematik auseinandersetzen um eventuelle Entwicklungen nicht zu verpassen
- Globale Grossunternehmen die verstanden haben, dass eine rückständige Marktforschung und Konkurrenzanalyse zu Wettbewerbsnachteilen führt

Dabei bedindet sich aus meiner Sicht die dritte Gruppe in der Phase das bereits installierte Potential zu professionalisieren wobei die zweite Gruppe erste Gehversuche mit minimalen Kapazitäten unternimmt, allerdings bereits erste Erfahrungen der "early adopters" aufnehmen und gar umsetzen kann.

Alles in allem stimmte mich die Veranstaltung eher optimistisch für die Zukunft der Marktforschung in der Schweiz.

Mit SCIA hat dieser hoch verdichtete und wichtige europäische Wirtschaftsstandort eine übersichtliche und motivierte Dachorganisation zur Seite, die es im ersten Jahr seit Bestehen bereits verstanden hat wichtigste und grösste Unternehmen an die Thematik zu binden.